Schottland im Mai, eine Sommerreise - Wir gehen auf die Suche nach Lallybroch und Broch Tuarach...

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  • Samstag 19. Mai 2018 Lallybroch


    Der Wetterfrosch hat wieder Recht behalten, die Sonne lacht vom blauen Himmel, das ist wieder eine Pracht. Der Radtour steht also nichts im Wege.
    Gleich vom Hotel gehts los, einmal abtauchen unter der Bahnstrecke, dann den Hügel hoch und man steht am Union Canal.

    Hatte ich völlig verdrängt, Union Canal und Falkirk Wheel, unser Frühstückskellner brachte mir das wieder in Erinnerung. Das bringt unsere nicht vorhandene Planung gehörig durch einander.


    Der Union Canal verlauft nahezu Schleusenlos vom Forth and Clyde Canal über Falkirk nach Edinburgh.Wir fahren ihn nun ein Stück nach Westen.


    Da der alte Treidelpfad hier Teil des National Cycle Nets ist, lässt er sich gut fahren. So etwas sind wir UK gar nicht gewöhnt. Dumm nur, da wo wir den Kanal verlassen wollen, ist eine Baustelle, also wieder 2 km zurück, da war sowas wie ein Wanderparkplatz und verläuft ein Path in die Richtung, wo wir hin wollen.
    Ein Schild verkündet, Geländemotoräder soll man der Polizei melden. Der Foot Path läßt sich gut fahren und bringt uns zur A904. Und dies genau zu dem Teil der A904 die einen Radweg hat bis genau zu dem Weg, wo wir abbiegen müssen.

    Wir landen in Midhope Glen gehört bereits zur Hopetoun Estate. Dort ist ein kleiner Parkplatz für alle Jünger von Outlander. Der kostet den gleichen Preis wie Hopetoun House, wir werden einfach durch gewunken, müssen nicht einmal unsere Ausweise vorzeigen.

    Und dann stehn wir vor Lallybroch aka Midhope Castle, ein schottisches Towerhouse ohne Ringmauer, einst der Sitz des earl of Hopetoun.


    Jamie ist auch zu Hause. :huahuahua:




    Wir fragen den Herrn am Parkplatz, ob wir den Pfad am Bach Midhope Burn fahren dürfen, er hat keine Einwände, ist ihn aber selber noch nie gegangen. :hossa:

    In der Mitte wäre aber ein Tor. Da hat er Rechte, also Taschen und Akku ab und Räder darüber gehoben. Zwei Francophone kommen des Wegs und packen gleich mit an. Es wird tatsächlich unser einziges Tor bleiben, ich beginne Schottland in mein Herz zu schliessen. :D


    Wir stoßen auf einen weiteren Cycle Way der über die Estate führt und landen bei einem Rockfestival. :hossa: :hossa: Wir fragen kurz, wie lange das dauert und bekommen nur heute zur Antwort. OK, dann kommen wir morgen wieder. Wie wir es gewohnt sind, wenn auf Estates Radwege sind, biegen wir hinter dem Haus nach Rechts ab, um es von der Gartenseite aus ins rechte Licht zu rücken. Brotzeit machen wir auch gleich hier. Da das Gedrön noch nicht angefangen hat, herrscht noch eine idyllische Stille.
    Hopetoun war Sandringham House in Outlander und auch auch Paris, der linke Teil des Gebäudes um den Turm herum, das war mal der Pferdestall.


    Wir fahren den gleichen Weg wieder von der Estate, wie wir gekommen sind, anschließend führt der Radweg durch den Wald immer am Forth entlang.
    Als wir nah genug herangekommen sind, halten wir kurz an um das Schiff, was niemals fährt zu knipsen, Blackness Castle, hier warf Black Jack Randall in Fort William ins Gefängnis.


    Leider ist Ebbe, man kann nicht alles haben. Als wir vor dem Castle die Räder die Treppen nach oben tragen, meint eine junge Frau, am Ende wäre ein Tor. Frau B will nicht tragen und folgt ihren Anweisungen, ich hebe das Rad rüber rüber und warte. Die junge Dame ist Deutsche :hossa: und hat morgen Geburtstag. Da hätte sie ja fast mit Frau B zusammen eine Party geben können. :D

    Blackness Castle hat sein Spitznamen "The Ship that never Sailed" deswegen bekommen, weil die Ringmauer, kein Ring ist, sondern die Form eines Schiffes hat.


    Das Heck


    Wir drehen jeden Stein zweimal um, kaufen inser obligatorisches Castle Eis und radeln dann weiter am Forth entlang. Der Radweg ist gleichzeitig die 76 und John Muir Trail :hossa: Ja sind wir denn in den Rockies?
    Ein Stück westl. von Blackness bietet sich ein schöner Blick auf die drei Firth of Forth Bridges, die rote Eisenbahnbrücke, die Landstraße und die weiße Autobahnbrücke


    und davor Blackness Castle.


    Da wir den John Muir Trail folgen wird der Weg etwas schmaler, aber der JMT ist auch ein Cycle Way. In Bo'ness verlassen wir den Firth und es geht den ersten Hügel hoch zur ehemaligen Kinneil Estate.


    Robert the Bruce schenkte das Land drum herum Walter Fitz Gilbert , ältester bekannter Vorfahr des Clans Hamilton.

    James Hamilton, 2. Earl of Arran wurde als Regent für die minderjährige Königin Maria Stuart eingesetzt und führte von 1543 - 1554 die Regentschaft. Nach dem Sturz marias lies James Douglas, 4. Earl of Morton das Haus zerstören, Teile dies alten Bauwerks sind noch im Nordteil des heutigen Gbäudes enthalten. Sein heutiges Aussehen erhielt das Haus im 17 Jh.Ab den 18. Jh. wurde das Haus an verschiedene Personen verpachtet und 1936 verkaufte es der Hamilton Clan an die Stadt. Bo'ness. Ursprünglich sollte alles abgerissen werden, doch dann entdeckte man Decken- und Wandgemälde und heute ist das Haus Denkmalgeschütz Cat. A. Das L-förmige Towerhouse wurde jedoch abgerissen.


    Im 18. Jh. hatte James Watt hier eine Werkstatt.


    Das Haus liegt an einer Schlucht und über eine Brücke gelangt man zur Kapellenruine des Hauses, umgeben von blühenden Landschaften und 400 Jahre alten Grabsteinen. Über eine Wiese kommt man zu einem römischen Fort des römischen Antonine Walls. Der römische Limes Antoninuswall verläuft nördl. des Hadrianswall an der schmallsten Stelle Schottlands.



    Als wir die Wiese verlassen, um zurück nach Linlithgow zu fahren, treffen wir ein schottisches Ehepaar, das uns, vor allem Frau eine 3 Löchertour ab der Ortschaft Callandar schmackhaft macht. Nach 30 Minuten müssen wir aber wirklich weiter. Erst einen Hügel hoch, dann Downhill wieder runter :bier:
    In Linlithgow fahren wir entlang des Lochs Linlithgow, wo gerade die Ruine von Linlithgow Palace im schönsten Abendlicht liegt.




    Da das Eingangstor geschlossen ist, fahren wir zwangsweise einmal um den Palace um Treppenlos zum Fußgängerausgang an der Kirche zu kommen.

    Fahrräder wieder verladen, Akkus laden und dann geschwind ins Restaurant, der Daiquiri wartet schon auf mich. :D
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  • Sonntag 20. Mai 2018


    Ein Blick aus dem Fenster, der Wetterbericht hat recht, es ist zum ersten Mal bewölkt. Also machen wir uns auf um Hopetoun House von innen zu erlbeben.
    Wir stellen ferner fest, mit dem Fahrrad kommt man einfacher hin, als mit dem Auto, die erlaubte Zufahrt ist unter der Firth of Forth Bridge, geht dann durch ein Wohngebiet und deren genervte Anwohner haben das Hinweisschild übermalt.

    Nach einer Irrfahrt landen wir schließlich doch auf der Estate, wo das Chaos vom Festival von gestern beseitigt wird, da muss man sich über fehlende Sonne nicht ärgern, mit schönem Foto ist eh nichts zu wollen.

    Frau erklärt uns what to see, aber draußen kennen wir schon alles von gestern. Darauf erhalten wir die Info, das Cycling nur auf dem Cycleway erlaubt ist und die gute Dame die Info mit dem Hinweisschild. Dann ziehen wir los, wie wir zum Haus kommen, muß sie uns ja nicht mehr erklären.

    Den Weg zu den Toiletten vor lauter Dixioklos zu finden, ist dagegen eine kleine Herausforderung. Da sieht Mensch das Klo vor lauter Toiletten nicht. ;haha_

    Das Cafe und die herrschaftlichen Toiletten befinden sich im rechten, neueren Flügel, dem ursprünglichen Pferdestall, der in Outlander als Paris herhalten mußte.



    Das müsste das Schlafzimmer von Claire und Jamie in Paris sein.




    Am Ende des älteren Mittelbaus, führt eine Wendeltreppe aufs Dach. Cool und selten. Die Aussicht ist dürftig wegen dem Wetter und dem Chaos auf dem Rasen. Im linken Teil des Haupttraktes wohnt der Besitzer und Frau Lady kommt just vom Shopping nach Hause, als wir gehen. Der linke neuere Teil des Gebäudes, die ehemalige Reitschule ist heute der Ballsaal für Hochzeiten.

    Der Tag ist noch jung und so fahren wir zu der Stelle am Union Canal, wo wir ihn gestern verlassen haben, dort war ein Wanderparkplatz. Als wir losfahren

    • bemerkt Frau B meine Acht
    • kommt entgegen der Wettervorhersage die Sonne raus und leuchtet uns heim nach Edinburgh
    Bis Edinburgh müssen wir über drei Aquadukte, die Beate in Andalusien gesucht hat. Hier sind sie also. :EEK: ;)



    Der letzte Aquadukt hat es in sich, ein fieser Möpp versucht mich vom Weg in den Kanal zu befördern. Frau ist hinter mir und macht sich kampfbereit. Ich roll derweil durch zum Ende wo auf festen Boden zwei Mädels warten, denen, wie allen anderen gleiches widerfahren ist. Mal sehen wann mein Prangervideo hochgeladen ist. ;,cOOlMan;: CCTV war ja an. ;,cOOlMan;:

    Die letzten Meter füllt es sich etwas, und am Ende des Canals werden wir gezählt als 120. und 119. Radfahrer des Tages von bislang über 92.000 :EEK: Sachen gibt es. Das erstbeste Lokal ist unser, auch Full Scotish Breakfast reicht nicht für einen Tag. Die junge Dame gibt uns einen Tisch mit perfekt View auf unsere Räder und sagt das auch.


    Dann zuckeln wir zwei Stunden zurück zum Auto und haben schon wieder Hunger. Am Hotel angekommen stürmen wir also das Restaurant, alle zwei Stunden essen gehen ist auch neu für uns. Und da auch heute der Strawberry Daiquirie nur £4,50 kostet, bestelle ich wieder einen, Cheers.



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  • Montag 21. Mai 2018 Canal Trophy


    Traumwetter geht anders, wir hängen direkt an der Grenze. Ab den Highlights ist es sonniger, kein Wind und warm, Herz was willst Du mehr. Der Kellner hatte mir das Ziel der heutigen Radtour in Erinnerung gebracht und den Union Canal überhaupt. Gut gemacht.
    Das Auto können wir auf dem Hotelparkplatz lassen, denn für heute Nacht haben wir eine Suite 800 Meter weiter in einem alten Manor House gebucht, gleich neben dem Fahrradladen und dem Eingang zum Linlithgow Palace.

    So steht unserer Canal Trophy nichts im Wege.

    Wir unterqueren die Bahngleise, kämpfen uns den Hügel hoch und schon stehen wir am Kanal. Schon nach 5 km zwingt uns das erste Highlight zum absteigen, schieben über den längsten Aquadukt in Schottland und den zweitlängsten im Britain ist angesagt: Cyclist, Please Dismount. Auf dem buckeligen Kopfsteinpflaster eine gute Idee. So ab der Hälfte der Brücke bekomme ich Beklemmungen und starre nur noch auf dem Boden, nach Überwindung der Mitte legt es sich wieder und ich werde schneller - geschafft, 247 Meter ist er lang.


    Der Aquadukt überquert den River Avon, der unterhalb der Brücke einen Wasserfall zu bieten hat. Eine Holztreppe führt runter zum Fuß der Brücke und zum Muiravonside Countrypark. Bäume verdecken die Sicht und eine Brücke zu anderen Seite gibt es nicht. Großen Hunden geht der Wasserstand des Avon bis an den Bauch. Man könnte also furten, man kanns aber auch lassen.


    Nach ca. 15 km verlassen wir kurz den Kanal und fahren zum Falkirk Battlefield. Nichts weist an diesem Ort daraufhin, das hier vor 720 Jahren, 1298, William Wallace eine vernichtende Niederlage erhielt. Wallace konnte fliehen, tausende Schotten konnte es nicht. Der Freiheitskampf der Schotten ging nun in die Hände vom Robert (the) Bruce über.

    Wir fahren nicht den gleichen Weg zurück zum Kanal, sondern über den Muir Trail runter zum Kanal entlang des Westquarter Burn, der 1298 die Parteien trennte. Der Weg unterquert eine Bahnline, der Pfad ist höllisch schmal, da muß Frau B zwei Fahrräder durchschieben, nur gehen geht für mich allerdings.


    Wieder am Kanal mach ich dann noch ein paar Übersichtsfotos vom Ort des Geschehens. Schon nach weiteren 2 km, das nächste Highlight, der 647 Meter lange Falkirk Tunnel. :hossa: Da kann man nicht nur mit dem Boot durch, sondern auch mit dem Rad. Man soll schieben dank des glatten Untergrunds und des Geländers könnte man auch fahren, man muß nur rechtzeitig absteigen können bei Gegenverkehr.

    Der Tunnel unterquert die Callandar House Estate, man wollte nicht auf der Terrasse sitzen und auf die Boote schauen. So sprengte man drei Schächte und begann dann mit der Spitzhacke den Tunnel zu graben. Durch die Kalkauswaschungen ist es teilweise inzwischen eine Tropfsteinhöhle, glitzert wunderbar im Licht. Echt toll.








    Bei Kilometer 20 dann die ersten beiden Schleusen des Kanals, der von hier in Falkirk der Höhenline nach Edinburgh folgt und so ohne Schleusen auskommt. Nach einer Kurve der kurze Rough Castle Tunnel, hier unterquert der Kanal den römischen Antonius Wall, der hier einst noch vor dem südlicheren Hadrianswall vom Clyde zum Forth ging.


    Und dann stehen wir vor dem Fallkirk Wheel.


    Schon 1842 gab es die Eisenbahnline Glasgow - Edinburgh, so daß der Personenverkehr auf dem Kanal schon 1848 eingestellt wurde. Die Schleusentreppe die hier einst den Union Kanal mit dem Forth und Clyde Kanal verband, wurde 1930 abgebrochen, der Kanal 1965 aufgelassen. In den 1990er begann man die historischen Kanäle wieder für den Tourismus zu erschließen. Im Rahmen des Millenium Link wurden der Forth und Clyde, sowie der Union Kanal wieder schiffbar gemacht und im Mai 2002 verband das Hebewerk Falkirk Wheel nach 70 Jahren wieder beide Kanäle.




    Wo wir schon mal hier sind, fahren wir noch zum Bodendenkmal des Antonius Walls mit Limeskastell, schön grün, netter Park, halt die Stelle, wo man noch am besten was erkennt.



    Zurück am Wheel folgen wir nun den Clyde and Fourth Canal zum nächsten Ziel, den Kelpies, die schottischen Wassergeister von Andy Scot aus dem Jahre 2013.







    Von den Kelpies folgen wir den neuen The Queen Elizabeth II Canal zum River Carron und stehen am Fourth. Nun noch einen Hügel hoch oder auch zwei oder drei, überblicke man eine Raffinarie und angrenzendes Marschland am Forth.




    Wir treffen auf unsere Route von gestern und runter gehts wieder durch Wiesen nach Lanlithgow und schwups stehen wir wieder am Palace.


    Wir checken bei der neuen Unterkunft ein, bekommen die Zimmerkarte für Room No.1, holen das Auto und gehen was essen.

    Dann geniessen wir unsere moderne Suite mit wechselnder Deckenfarbe.
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  • Dienstag 22. Mai 2018 Linlithgow Palace - Stirling Castle - Invarary



    Nicht jeden Tag ist Kaiserwetter, heute haben die Wetterfrösche Bedeckt gemeldet. :wut1: Aber sie werden sich irren, teilweise. Als erstes gehen wir nach nebenan zum Fahrradfritzen, schildern unser Problem und er nimmt sich unserer Sache sofort an. Er meint 30 Minuten wird es dauern. Wie so schnell? Wie gehen derweil in den Linlithgow Palace.

    Seiner Zeit das größte Haus Schottlands, ein Königspalast mit 170 Kaminen und 700 Fenstern. Wart nie befestigt, war immer nur Palast. Und selten, alle 5 Treppenhäuser sind noch begehbar, vom Keller bis zum Dach, das sind reichlich Stockwerke und noch mehr Stufen!!

    Wir betraten das Gelände durch das Eingangstor, oben links das Wappen des Hosenbandordens.


    Der Innenhof der vierflügeligen Anlage,mit jeweils einen Treppenturm in den Ecken und den 5. in der Mitte der Nordrange.





    Die Schlosskapelle, die einst die Große Halle war.


    Nachdem wir von jedem Raum Passfotos gemacht haben, machen wir uns auf die Socken zurück zum Fahrradschotten. Er war kurz aushausig und wir kommen gleichzeitig zurück, das nennt man wohl Just in Time. Er hats hinbekommen, super sogar und will nur £8 für ddie Arbeit, ich gebe ihm £10. ;,cOOlMan;: Er will es erst nicht annehmen. ;,cOOlMan;:

    Wir fahren weiter nach Stirling, die Sonne kommt durch. Erster Stop in Stirling, das Schlachtfeld von Bannockburn, die entscheide Schlacht im schottischen Unabhängigkeitskrieg. Hier vor den Toren der Burg Stirling erhielten die Engländer unter Edward II. von Robert the Bruce ihre entscheidende Niederlage. Mit Gurillataktik hatte Robert Bruce nach der Niederlagen von Methven Fields von den Toren von Perth, Burg für Burg zurück erobert, einzig Stirling war noch in den Händen der Engländer. Der Kommandant sagte zu die Burg zu übergeben, wenn bis zum 30. Juni 1314 kein Ersatzheer kommt. Das zwang Edward II. den für ihn verhassten Krieg von seinem Vater wieder aufzunehmen.
    Und so trafen sie aam 23./24. Juni 1314 aufeinander. Die Schotten siegten, die Engländer konnten auf dem beengten Gelände, weder ihre zahlenmäßige überlegenheit, noch ihre schwere Kavallerie ausspielen. Edward flüchtet nach England, der englische Kommandant lies ihn nicht in die Burg Stirling.



    [

    Es steht zwar hier das Denkmal, aber der Ort des Geschehens wird eher auf dem heitigen Sportplatz der Highschool vermutet. Sicher ist das nicht.

    Wie sagte mal jemand? Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat.

    Weiter geht es, zum Stirling Castle. Wir berappen £4 Parkgebühtr, Eintritt müssen wir wegen Heritage Pass keinen zahlen. Die Massen fallen kaum auf, stapeln sich nur am Eingang.






    Nach Abzug des Militärs begann man mit der Restaurierung im Stil des Mittelalters, in den oberen Räumen des Pallas ist ein Museum.






    Nach dem Besuch kurzes Lunch auf dem Parkplatz, dann fahren durch zur Westküste, am Loch Lomond vorbei nach einem B&B in Invarary. Was für ein Zimmer, Riesenbad, freistehende Wanne, plus Dusche plus zwei Waschbecken mit Blick auf den See von allen drei Seiten. Es ist das ehemalige Haus des Commissioners vom Dukes of Argyll aus Inavary, einem Zweig des Campbell-Clans.

    Castle kommt morgen, heute kommt Essen: Hake. Nix besonderes, aber wir werden satt.

    Peinlich, peinlich, als wir zurück kommen haben wir den Zimmerschlüssel verloren. Wir suchen wie blöd, schließlich findet ihn Frau B auf dem Rasen vor dem Haus, da ist er mir aus der Tasche gefallen. First Time in History, oder Schit hapens.
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  • Mitwoch 23. Mai 2018 Invaray - Kilchurn Castle -Oban

    Die Wetterfrösche behalten Recht, heute ist es wieder sonnig. Der Gastgeber gibt noch Tips, einige befolgen wir.
    Wir knipsen mal ausnahmsweise das Hause, unter dem Dach über die komplette Hausbreite, also von Giebel zu Giebel lag unser Zimmer, das runde Fenster. Ursprünglich das Haus des Commisioners von Inavray.


    Dann fahren wir den einen Kilometer zum Invarary Castle, der letzten Downton Abbey Location die uns noch fehlt. Es gehört dem Campbell Clan und weil sie im Jakobiten Aufstand 1744/45 auf Seiten der Engländer standen, hat es sich für sie gelohnt.....

    Da nach uns der erste Bus ankommt, verschwinden wir zu erst in den Garten, einmaal, weil ich im Haus nicht filmen, sondern nur Knipsen darf, zum anderen gehen die Bustouristen eher in den Garten, als ins Haus, es sei denn es sind Schulklassen. :pfeif:



    Jedem Serienfan von Downton dürfte dieses Bild bekannt sein.


    Und auch hier hat man bei der Handlung aus dem wahren Leben der Eigentümer abgeschrieben. Lady lies sich als Göttin malen, das Bild über dem Kamin. Das wurde in die Serie übernommen.


    Zum Abschluß noch ein oder zwei Bilder vom Ort Invarary, dann geht es weiter zum nächsten Castle der Campbells.


    Am Loch Awe liegt Kiechurn Castle, vom Parkplatz durch einen längeren Weg durch eine Wiese getrennt.



    Auf dem Rückweg überraschen wir drei Damen beim Nacktbaden. Bevor den Fotoknips zücken können, hat sich eine im Gras versteckt, aber die anderen beiden entkommen uns nicht. Das Casting gewinnt die Linke. :huahuahua:


    Letztes Castle ist Dunststaffange Castle, ebenfalls am Wasser gelegen. Das Towerhouse steht noch, vom Ringwall ist nichts mehr zu erkennen. Gesehen, als Letzte fahren wir vom Hof und weiter zum Hotel in Oban. Nicht besonders, eine Absteige für Tourbusse, aber direkt am Hafen und Zimmer mit Meerblick auf die Inseln, das hat schon was. Wir parken an der Straße vor dem Hotel, von 18 Uhr bis 9 Uhr muß man nichts bezahlen. Zur Sicherheit findet ein Pfund den Weg in die Parkuhr, dann gehen wir Essen am Hafen. Zwei Fähren kommen rein und von der anderen Seite schallt Dudelsackmusik herüber.


    Nach dem Essen schlendern wir noch durch Oban, zuerst zu den Dudelsäcken. Es spielt auf das Pipe Orchestra der Oban High School - DREI Stunden lang. Eine Lütte schaut aus wie wie ine Bekannte in jungen Jahren. :hossa:


    Ich filme zwei Gassenhauer, spende dann und kaufe noch die CD. :hossa:
    Dann schlendern wir weiter zum Mc Craig Tower, die gleiche Idee hat auch eine deutsche Schulklasse. Überhaupt wimmelt es hier von Deutschen. Ein Bus ist wohl auch im unseren Hotel abgestiegen und geben sich die Kante.


    Eigentlich müsste man hier länger bleiben, um z.B. rüber auf Isle of Mull zu fahren. Schließlich gibt es dort Weltstätte wie Calgary und Tobermory zu sehen, aber uns läuft die Zeit davon. : schulterzuck : :nw:

    Morgen geht es weiter. ;( X(
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  • Donnerstag 24. Mai 2018 Oban - Inverness

    Ein Blick aus dem Fenster zeigt, gute Aussicht auf Isle of Mull. Der deutsche Bus ist weg, wir können gefahrlos frühstücken.

    Frei nach dem Motto, Venedig sehen uns sterben, fahren wir nach Ellen, äh Eilean Donan Castle und zur Isle of Skye. Etwas was wir eigentlich ungern machen, so viele Kilometer, aber mehr Zeit ist nicht dein. Das ist Schade.

    So schön die Gegend ist, aber die Fahrt nach Fort William ist eine Qual, Fort William nur in der Highlander Vorstellung schön und unser Aufstieg auf den Ben Nevis gecancelt, keine Zeit. Nach Fort William wird's ruhiger, Gelegenheit für ein Foto, dann geht es weiter hoch in die Highlands und nach Westen.




    Wir kommen irgendwann auch an bei Ellen, der Parkplatz ist umsonst und draußen, vom vordersten drittnächsten fährt gerade einer raus, das wird meiner.

    Ellen ohne Wasser,


    Ellen im Gegenlicht,


    Ellen mit Wasser und Wolken,


    aber keine Ellen von innen. Keine Rucksäcke erlaubt, auch nicht Foto und kein Video und kein Pass = kein Besuch.
    Ist ja nur ein Towerhouse, wir sehen noch genug davon. Davor machen wir eine Schuhberatung für eine Kanadierin. Wir fragen sie, wo sie herkommt.
    Aus der Gegend von Vancouver.
    Kennen wir, wo genau?
    Calgary.
    Kennen wir, wo genau?
    Edmonton
    Kennen wir :D

    Da wir schon mal hier sind, fahren wir die letzten Meter nach Skye, fahren über die Brücke, die ihren Namen alle Ehre macht und stehen vorm Broch Tuarach. ;) (gebrochener Turm)
    Eigentlich heißt es weißer Turm, aber so einen werden wir nicht finden. Oder doch?

    Nach diesem Kurzbesuch und den Stop bei Ellen, Wasser mit Wolken, einem Smalltalk mit einem anderen Kanadier, geht es im Sauseschritt nach Urquhart Castle am Ufer des Loch Ness. Für einen Besuch langt es nicht mehr, 15 Minuten zu spät. Somit ein paar Treppen gespart. :D


    Jetzt kommt das spannende, die Unterkunft im Studentenwohnheim. Mein Navi kennt die Straße nicht, ich kann mangels Web nicht suchen, also eine bekannte angesimmst nach den Geodaten. Prompt kommt Antwort. :!! :bia: und Navi kennt die Straße doch, als unbekannte Straße. :pfeif:
    Es gibt eine Reception an der Campuszufahrt, nee meint der Vollbart, das ist hier und zeigt mir ein Foto. Scheint häufiger vor zukommen, diese Frage. Wir sollen am Block 2 klingeln.
    Gesagt getan und ein anderer Vollbärtiger öffnet uns. Die ganze UNI ist ein Neubau. Es gibt 4 Wohnbauten, jedes hat 3 Stockwerke von deren zentralem Treppenhaus je 4 Flure abgehen, Flat genannt.
    In jedem Flat gibt es 6 Zimmer mit der Wohnküche am Ende. Wir haben Room 6, Kühlschrank, auch Gefrierschrank gleich um die Ecke. Bad ist ein größeres Schiffsduschklo, alles absolut zweckmäßig eingerichtet, kurz superklasse. :applause: :applause: :applause:
    Hätte ich gerne auch öfters und das für €121 für 2 Nächte, wo schon über £200 in Inverness pro Nacht ausgerufen werden. :hossa: :hossa:
    Wir satteln nun die Rösser um

    • was zu Essen
    • das einzige Foto von Inverness zu machen


    Wir fahren an der Ness entlang, so lange es geht und kehren dann um. Als der Radweg endet, wir die Straße kreuzen müssen, kommt ein Auto, ich halte brav an, rutsche mit rechts von der Pedale, die linke Pedale wird in ihrer Umdrehung brutal vom Schienenbein gestoppt - AUA dicke Beule, das hinterlässt ein schönes Tatoo.


    Kein Castlefoto.
    Zudem ist das kein richtiges Castle, das Original hat Bruce bei der Rückeroberung platt gemacht, das ist ein Neubau von 1836. Die letzte richtige Burg wurde 1746 von den Jakobiten unter Bonnie Prinz Charlie geschleift.

    Kalt ist es geworden, wegen dem Wind, auf nach Bella Italia, die Lammkeule wartet schon auf mich. Wir möchten sicher einen Tisch am Fenster um unsere Räder im Auge zu haben? Aber sicher doch. :nick:

    Dann schnell nach Hause, Nordseewind ist kalt, Atlantikwind in Oban war bedeutend wärmer. :nick: :nick:
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  • Freitag 25. Mai 2018 Inverness - Dunrobin Castle - Castle Leod - Clava Cairns (craigh na dun)

    Ein Blick aus dem Fenster - super.
    Also auf zum 2. nördlichsten Haus was beim HHA Mitglied ist - Dunrobin Castle.

    Als wir auf die Estate fahren landen auf dem neuem Parkplatz, jedenfalls sieht der recht neu gebuddelt aus. Mit uns kommt ein Bus an und alle Ankömmlinge werden mit dem Dudelsack begrüsst, der arme Junge.
    Im Haus sind keine Taschen erlaubt und kein Video, nur Foto. Von außen darf man aber filmen. Also zuerst in den Garten, wie die allermeisten anderen Besucher. Zum Glück gibt es gleich eine Falknershow, da sind alle auf einem Fleck versammelt und stören nicht.

    Der Zug der Lemminge.




    Leider haben wir keine Zeit für die restlichen 100 Kilometer zu unserem Grundstück. X( :traen: Also zurück nach Inverness, aber zuvor nach Castle Leod, Sitz des Oberhaupts des Mackenzie Clans. Das Navi bringt uns zum Hintereingang, also gewendet und brav vorne durch den Haupteingang gefahren. Geparkt wird auf einer Wiese. Durch den Garten zum Haus, wo wir von seiner Clanschaft begrüßt werden. Keine Fotos und Video im Haus. Im Haus treffen wir noch die Hausherrin samt Hund an, der mich gleich freudig begrüßt. :EEK:



    Wie man sieht, das übliche Towerhouse, hier mit viktorianischen Anbau.

    Wie alle Clans, die am Jakobitenaufstand gegen die Engländer teilnahmen, auch die Mackenzies nach der verloren Schlacht von Culloden enteignet. 40 Jahre später kaufte ein Nachfahre das Land, der im Dienst des schwedischen Königs zu Geld gekommen war, für £90.000 zurück. :EEK: :EEK: Im 19. Jahrhundert bekam man auch den Titel Earl of Cromarti zurück, nachdem man die Herkunft belegen konnte, aber ohne Sitz im House of Lords.
    Und ja, es gibt alle 5 Jahre in der Tat ein Gathering, ein Clantreffen.
    Durch den Landschaftsgarten mit uralten Bäumen, darunter zwei Edelkastanien von 1556 und der höchste Redwood auf diesem Breitengrad.






    Die meisten Bäume sind um 1850, einer ist von Diana Gabaldon.

    Dann fahren wir zurück nach Inverness und satteln die Pferde, obwohl inzwischen ein recht kalter Wind von der Nordsee weht. 1. Ziel ist das Culloden Battlefield von 1746, wo der schottische Aufstand 1746 niedergeschlagen wurde. Es ist immer noch ein Moor!



    Der Frühstückstisch vom englischen Oberbefehlshaber Cumberland, dem Schlächter der Schotten, so nennen sie ihn noch heute: Butscher. Er lies alle 1750 Verwundeten und 450 Gefangen töten. Was danach kam, müßte man als Progrom bezeichnen. Der Disarming Act von 1747 verbot den Schotten das Tragen von Waffen und deren traditionellen Kleidung, ein Großteil des gällischen Kulturguts ging für immer verloren. Die Clanchefs wurden in Schauprozessen zum Tode verurteilt, die Clanmitglieder wurden deportiert oder mussten fliehen. Ob in den mit Clansteinen markierten Massengräber, wirklich die dazugehörigen Mitglieder der Clans liegen, kann niemand mit Sicherheit sagen, das passiert alles 140 Jahre später. Ein Gräberfeld ist es also immer noch, an jedem Clanstein, es gibt immer zwei, je einer am Anfang und Ende des Massengrabes, liegen frische Blumen!




    Eine rote und eine blaue Fahnenreihe zieht sich durch das Moor und markiert die Ausgangslinien.

    Leanach Hütte, hier wurde der Angriff der Schotten von der 2. engl. Linie gestoppt.


    Wir fahren weiter runter ins Tal des Nairm an dessen Ufer sich die drei Steinkreise der Clava Cairns befinden, der craigh na dun der Highlandsaga. Zuvor werden wir allerdings von Harry Potter aufgehalten, schaut jedenfalls genauso aus.



    Und der gespaltene Stein.


    Wir kommen nicht durch, aber der 1. Mai ist ja auch schon lange vorbei. ;)

    Runter ins Tal war leicht, aber was runterkommt, muß auch wieder hoch. Die Strecke ist im Abendlicht zwar schön, aber auch kalt, immerhin haben wir jetzt Rückenwind. Quasi im Sausewind geht das dann runter nach Inverness, auf ins Bella Italia zum Aufwärmen. Dann noch zurück zur Uni und dann haben wir mal eben vor dem Abendessen noch 40 Kilometer abgestrampelt.
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  • Samstag 26. Mai 2018 Inverness - Cawden House - Corgraff Castle - Stanley


    Ein Blick aus dem Fenster - der nackte Wahnsinn: NEBEL! :EEK:
    Und frisch

    Dann halt das Wohnheim im Nebel.


    Wir fahren zuerst nach Cawden Haus, ein Towerhaus mit Anbau und schönen Gärten drum rum, Foto und Filmen erlaubt.

    Im ersten Raum, steht ein Guide, mit ihm könnte ich Stunden reden. Er gehört zum Mackenzie Clan, Cawden House gehört aber den Cambells von Invarary!




    Zur Entstehung des Hauses gibt es eine Legende. So schickte der Than von Cawdor, der umweit des heutigen Haues ein Towerhaus hatte, getreu den Anweisungen, die er in einem Traum erhalten hatte, seinen Esel mit Gold beladen los. Der solle einen Tag durch die Gegend streunen und dort, wo er sich Abends zur Ruhe legt, da würde er eine größere und stärker befestigte Burg bauen. Der Esel legte sich unter einem Weißdorn nieder und um diesen Baum baute man die Burg. Der Baum steht noch heute im Verlies. Fakt ist, alt genug ist der Baum, Fakt auch, ein Weißdorn ist es nicht, sondern eine Stechpalme. :D

    Wir gehen noch kurz in die Gärten und fahren dann weiter.



    Kaum tauchen wir einen Wald ein, tauchen die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden in güldenes Licht. Als wir den Wald verlassen reisst die Wolkendecke auf und für den Rest des Tages bleibt es Wolkenlos und heiß!
    Wir durchqueren nun den Cairndorms Nationalpark und wollen eigentlich nach Balmoral. Von einem Aussichtspunkt schaut man unten ins Tal auf Corgraff Castle - das weisse Schloß. :D


    Corgraff ist nichts weiter als ein verputztes Towerhouse, aus dem die Engländer die Besitzer nach der Schlacht von Culloden vertrieben haben und eine sternförmige Ringmauer drum herum gebaut haben. Von da an war es eine englische Garnison zwecks Unterdrückung der Schotten. Vom Parkplatz darf man erst wieder laufen, den Berg hoch.




    Die direkte Straße nach Balmoral ist gesperrt, der Umweg führt fasst nach Kildrummy, also fahren wir auch dort hin. Nach Kildrummy flüchtete sich der Bruder von Robert the Bruce nach der Niederlage von Metven Fields, um Bruce Frauen in Sicherheit nach Norwegen zu bringen. Die Engländer holten ihn ein, belagerten die Burg und gelangten wohl durch den Verrat des Schmieds, der Nachts das Tor öffnete in die Burg. Neil Bruce und die Frauen gerieten in Gefangenschaft, Neil verlor seinen Kopf.
    Später nahm hier der 1. Schottenaufstand seinen Anfang.

    Schön ist ebenfalls ein Garten, im ehemaligem Steinbruch des Schlosses.






    Für Balmoral reicht es nun zeitlich nicht mehr, so halten wir beim Braemer Castle, wo man nach Toresschluß drum herum laufen kann.


    Dann geht es über die Old Military Road hinunter Nach Stanley zum Hotel. Traumhafte Gegend, kein Foto wird ihr gerecht, die Parkplätzen an Orten, wo mir ein Foto nicht gefällt.


    Nach etwas Suchen finden wir das Hotel. Gediegen. Unsere Lodge weniger. WLAN ist da, Verbindung gleich null, im Haupthaus suchen sich auch die Elektronen eher Tröpfchenweise ihre Weg in die Welt.

    Ob wir noch Dinieren möchten?
    Ja.
    Aber nicht in kurzer Hose!
    Dann halt nicht. : schulterzuck :

    Wir fahren zum Pub den wir auf der Herfahrt gesehen haben und essen dort. Beim Essen klingelt das Telefon, das Hotel ruft an, wo wir denn bleiben, man möchte die Küche schliessen. :hossa:
    Die kurze Hose möge nicht zum Ambiente des Restaurants passen, antworte ich, aber zum Ambiente unserer Lodge hervorragend, daher wären wir auswärts Essen gegangen. Uuups.

    Als ich später in der Lobby die Radtour für morgen bastele, behandelt man mich mit ausgesuchter Höflichkeit und bietet mir einen Platz an einem antiken Sekretär an. :hossa: :hossa: Schneller wird das Netz dadurch aber auch nicht, ist wohl genauso antik und man reitet wohl noch. ;)


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  • Sonntag 27. Mai 2018 Aus Fünf mach drei, die Löchertour oder warum wir immer meinen in Kanada zu sein


    27° sonnig


    Heute Morgen las ich mir den gestrigen Tag noch einmal durch den Kopf gehen, ich hätte wohl den Butterkeks im warmen Zimmer nicht essen sollen. Frau B schwelgt derweil beim Frühstück und bestellt für mich trocken Brot.

    Das Hotel liegt am Fluß, also schauen wir uns dort um und machen dann im Plan weiter, wir fahren nach Callandar. Den Tipp hatten wir von schottischen Fahrradfahrern bekommen, die wir unterwegs getroffen hatten.

    Natürlich können wir um 10:30 noch nicht einchecken, aber Gepäck abgegeben und vor der Tür Parken. Dann haben wir ein Delay, ich bekomme keinen Kontakt, vom Powerakku zur Sony Actioncam. :wut: , das USB Kabel ist Schuld.
    Zweites Delay, wir müssen noch zum Tesco, was zu Essen für unterwegs kaufen. So wird uns die Zeit knapp, denn immerhin stehen 80 Kilometer auf dem Plan und 2 Berge mit 5 Löchern. :pfeif:

    Schauen wir mal.

    Nach 4 km stehen wir am Ufer des 1. Lochs: Loch Venachar.


    Der Blick könnte am ANfang von Outlander sein, was dafür spricht, es ist nah am Studio bei Falkirk. : schulterzuck :

    So schaut übrigens mein durch die Pedale geschädigtes Bein inzwischen aus.




    Die schmale Uferstraße endet, wir sind im Loch Lomond & Trossachs NP. Ein schmaler Weg zweigt ab, der offizielle Rad- Fußweg, eine der besten Teilstücke. Immer am See entlang, kommen wir ans Ende vom Loch Venachar und landen auf der Three Loch Forest Road. Man kann hier Campen, man braucht nur ein Permit dafür.




    Dann geht es einen Hügel hoch und wir sind bei Loch Nr. 2, Loch Achray.




    Über die Zufahrtsstraße zum Loch Katrine, geht es über den nächsten Hügel . Kurz vor dem Parkplatz zur Fähre, werden wir von zig Autos wie gestochen überholt, ja mei, wir nehmen Euch den Parkplatz nicht weg. : schulterzuck : Am Parkplatz überholen wir sie dann wieder. :shake:




    Auf dem Loch Katrine verkehren zwei Schiffe zwischen der Anlegestelle Trossachs und Stronachlachar, die letzte Abfahrt von Stronachlachar ist 17:15 Uhr.




    Bis Stronachlahar sind es 43 km für uns und ein Steep Hill wie es auf der Karte so schön heißt. Dann kommen noch einmal 6 km am Loch Arklet entlang bis zum Abstieg zum Loch Lomond dazu. Da hinunter sowieso nicht, nur die Harten kommen in den Garten, wir nicht.




    Nach den ersten 5 km sind die Ich-fahr-mal-zum-ersten-Mal-Rad Fahrer am Ende, nach ca. 10 km am Loch Katrine geht es den Hügel hoch, den ersten richtigen, dann noch mal ein Stück Waldweg, statt Straße am Ufer entlang, das 2. Lieblingsstück von uns. Radfahrer werden nun selten.




    Wir meinen ständig, wir sind in Kanada und in den Rockies, dabei sind wir max. 193 Meter hoch. :hossa:












    Kurz nach 15 Uhr erreichen wir nach dem letzten Hügel Stronachlahar und wir lassen Loch, Loch sein und bleiben hier auf der Wiese. :nick: :nick: Die Fähre lassen wir auch Fähre sein, wir fahren die 40 km auch wieder zurück.


    Um 16:45 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Der Abstieg vom Steep Hill sah so steil aus, auf dem Hinweg, aber schon sind wir oben.




    Wir kommen 15 Minute vor der Fähre an. Alles strömt zum Parkplatz und dann herrscht wieder Ruhe.
    Es folgt der Abstieg zu Loch Achray




    und Loch Venachar, dann sind wir wieder am Hotel bei Angus the choo. :D




    Well done, und das bei dem Start in den Tag. :nick: :nick:
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  • Montag 28. Mai 2018 Outlander


    27° sonnig

    Bei Herraussuchen der Geodaten für die heutigen Ziele, bin ich zufällig auf die Bracklinn Falls gestoßen.
    Dummerweise liegen die gleich bei Callander. X( Also müssen wir da auch hin .
    Der frühe Vogel fängt hier den Wurm, sonst wird das Parken schwierig.
    Ein ebener Wanderweg führt eine 3/4 Meile vom Parkplatz zu einer Schlucht und zu den Fällen. Man kann die Schlucht umwandern, machen wir aber nicht, ich gehe über die Brücke zurück, Frau B furtet von Stein zu Stein. :D



    Dann geht es zur 1. Outlander Location des heutigen Tages: Castle Doune aka Castle Leoch. Leider wird die Ringmauer saniert, aber wir waren halt mal da. Der Parkplatzeinweiser erkennt an unserem Kennzeichen, das wir aus Gütersloh sind. Er hat für die Britische Rheinarmee, besser deren NAAFI Shops, gearbeitet und in Friedrichsdorf gewohnt. :hossa:

    Castle Doune liegt oberhalb des Fluss Teith, das ist am besten an der ganzen Location. Auch dort kann man am Fluß wandern, wenn wir dafür nur Zeit hätten. : schulterzuck :


    Den wir müssen nach Falkland aka Inverness :pfeif: ;)

    Im Örtchen Falkland wurden die Gegenwartsaufnahmen gedreht.



    Es gibt auch einen Falkland Palace, waren wir aber nicht drin, weil... genau keine Zeit. :D

    Für uns geht es weiter nach Aberdour Castle, weniger ein Castle, als ein Manorhaus, eines der ältesten in Schottland. Ein Woche eher und wir hätten noch die Apfelblüte erwischt.


    Hier wurde die Aufnahme im Kloster in Frankreich für Outlander gemacht.



    Das letzte Bild ist ein Ausschnitt vom dem ersten Bild.

    Wir fahren als letzte vom Hof und über die Autobahnbrücke der inzwischen 3 Firth of Fourth Bridges nach Linlithgow, wieder in das Hotel mit der wechselnden Deckenbeleuchtung. ;)
    Es handelt sich dabei um das alte Gerichtsgebäude, jetzt Court Residenz. In unserem Zimmer wurden die Strafen kassiert, die alten Hinweisschilder hängen hoch.



    der Fahrradladen

    Nach dem Abendessen in der alten Post, wandern wir einmal um Loch Linlithgow.


    Wieder am Court, zieht Nebel auf und es wird schlagartig frisch.
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  • Dienstag 29. Mai 2018 Going South to Dover


    Und gleich noch einen Tag hinterher, unser letzter in Schottland. Der Wetterbericht ist schlecht, bedeckt, durch die Straßen ziehen die Nebelschwaden. Das bringt sogar dem Ahornbaum zum Heulen, unter dem unser Auto wieder steht.
    Zum Blech erweichen läst der Baum seinen Kummer freien Lauf.
    Ich streiche eine Burg bei Glasgow und wir fahren direkt zu einem alten Manorhaus, Corehouse, an der Schlucht des River Clyde.

    Die Zufahrt hat es in sich, sowohl Google, als auch TomTom sind sich einig, hier soll es lang gehen. Auch Wanderer bestätigen uns, hier geht es zum Haus. Na dann.

    Durch das Tor, wo weder Welcome, noch Open, noch Privat steht, beginnt ein Forstweg am Abhang zur Schlucht des River Clyde. Der Weg wird mehr und mehr zu einem breiten Wanderweg. Als ein Bach gequert wird, wird es zudem schlammig und natürlich geht es hier bergauf. Umdrehen ist nicht, also weiter. : schulterzuck :


    Dann kommt eine Stelle, da ist Schluß mit lustig, die Spurrille ist für den Subaru zu tief. Unser Glück, hier ist genug Platz zwischen den Bäumen, das man drehen kann. Wir räumen Äste zur Seite um Platz zum Drehen zu haben und fahren die 2,5 Kilometer wieder zurück zur Straße. Es muß noch eine andere Lordgerechte Zufahrt geben.








    Wir landen auf einem Wanderparkplatz. Ich frage einen Herrn der gerade aus einem Haus kommt, ob es hier zum Haus geht. Ja dort rein. Ob wir eine Führung haben?
    Ich bejahe.
    Dann könnten wir da rein fahren und das Private Schild ignorieren. Sollte man sich beschweren, können wir sagen er sei Schuld. :D
    Wieder geht es in den Wald und nach einem Kilometer stehen wir endlich vor dem Haus.




    Es ist 12:15 Uhr, die 1. Tour ist um 13 Uhr. Wir wollen schon mal Bescheid sagen, das wir da sind, da öffnet sich schon die Tür. Da es noch Zeit wäre, meint die Dame des Hauses sollten wir dort den Weg runter zu den Falls of Clyde gehen, am Rückweg kämen wir an den Resten des 1. Hauses vorbei, Corra Castle, ein altes Towerhouse oberhalb der Corra Linn Falls.






    Es gibt insgesamt 4 Fälle und wieder haben wir keine zeit für alles. X(




    Die Vorfahren des heutigen Lord Cranstoun wurden noch im Corra Castle geboren. Auf Empfehlung seines Freundes Sir Walter Scott beauftragt der damalige Lord Crasntoun Edward Blore 1824 für ihm ein Haus im Elizabethan Cotswold manor house style zu bauen, nachdem dieser den Umbau des Buckingham Palace fertig gestellt hatte.
    Wir lernen seltsames Tischbesteck kennen und den Grund für die Teamtime. Man hatte früher nur Frühstück und Abendessen, wobei das Abendessen recht früh eingenommen wurde, nämlich um 16 Uhr. Als es Mode wurde, erst später zu Abend zu essen, wurde die Teatime dazwischen geschoben.


    In der Eingangshalle hängen Gemälde von Charles II.


    Charles II of England [Public domain], by Peter Lely
    (1618–1680) Location of birth/death
    Soest/London


    und seiner Frau Katharina von Braganza, einer portugiesischen Prinzessin,


    Catherine of Braganza [Public domain], by After Dirk Stoop
    (circa 1618–1686)


    die als Mitgift Tanger und Bombay in die Ehe brachte und damit den Grundstein des britischen Empires :hossa: Den Bezug zu dem Haus und warum die obigen Bilder dort hängen, habe ich vergessen. : schulterzuck :
    Tolle Tour, mal wieder was völlig anderes.
    Wir fahren weiter gen Süden. Plötzlich meint Frau B, wir sollten mal Tanken und so landen wir in Lockerbie.






    Wo wir schon mal hier sind, fahren wir nun doch in den Ortsteil Lochmaben. Hier gab es ein Castle der Familie Bruce, hier starb Robert the Bruce Großvater 1295, der Robert seinen Anspruch auf den schottischen Thron übergab und dazu drängte, auch König zu werden. Die heutige Ruine am Südufer des Loch Lochmaben wurde von Edward I. nach der Einnahme der Bruce Burg gebaut. Nix besonderes.




    Mein eigentliches Ziel der Begierde, die dreieckige Wasserburg Caerlaverock Castle, erreichen wir nur bei bedeckten Himmel und kurz vor Toresschluss. X(




    Müssen wir noch einmal wiederkommen. : schulterzuck :


    In Gretna Greenn beim berühmten Schmied fahren wir über die schottische Grenze, wir sind nun in Cumbria, England.



    Unser Hotel ist in Carlisle, im Zentrum der Stadt, umweit der Burg. Es hat einen eigenen Parkplatz, die Zufahrt ist auf der Rückseite, das bedeutet, einmal um die Stadt fahren. :pfeif:




    Wir gehen erst Essen,




    anschließend noch einmal um das Castle






    und dann zum Fluß. Wir sind jetzt jenseits von Eden, denn der Fluß heißt Eden. : feixen :




    Anschließend geht Frau B noch schwimmen, während ich in der Badewanne abtauche.
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  • Hi,
    wo du gerade in der Gegend bist, versuch doch mal rauszufinden wie die ihren ausgeeichneten
    Old Pulteney aussprechen Wie man ihn genießt, habe ich inzwischen selbst rausgefunden :besoffen:

    weiterhin gute Fahrt und "buenos Dias" (schöne Bilder)
  • Wirklich ein toller Reisebericht mit ebenso tollen Bildern! Einfach Original Ulli!
    Freundlichkeit ist ansteckend

    Wenn die Trümmer des Flugzeuges in der Pistenachse liegen und der Pilot aus eigener Kraft im Restaurant ein Bier bestellen kann, ist die Landung als gelungen zu betrachten. :feixen:
  • hannes schrieb:

    wo du gerade in der Gegend bist
    Nicht mehr, muß ja Deine Rente verdienen.

    hannes schrieb:

    weiterhin gute Fahrt und "buenos Dias" (schöne Bilder)
    :huahuahua: Danke.

    Edi schrieb:

    Wirklich ein toller Reisebericht mit ebenso tollen Bildern!
    Und vielen Tippfehlern. ^^
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  • Hat auch mir supergut gefallen, ganz toller und interessanter, spannender Bericht und sehr sehr geile Bilder :thumbsup: :thumbsup: ^^ ^^ :thumbsup: :thumbsup:
    Kalorien sind die kleinen Tierchen, die im Kleiderschrank die Hosen enger machen. .

    Der Propeller eines Flugzeuges ist nichts weiter, als ein überdimensionaler Ventilator, der den Piloten im Fluge kühlt.
    Der Beweis: Hört der Prop auf zu drehen, fängt der Pilot an zu schwitzen
    .
    :pilot:
  • Macht uns jedenfalls richtig geil auf unsere Reise durch den Norden von Schottland! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:
    Freundlichkeit ist ansteckend

    Wenn die Trümmer des Flugzeuges in der Pistenachse liegen und der Pilot aus eigener Kraft im Restaurant ein Bier bestellen kann, ist die Landung als gelungen zu betrachten. :feixen:
  • Mittwoch 30. Mai 2018 Going South to Dover - Carlisle - York

    Am Vormittag zeigt sich das Wetter noch von seiner schönen Seite, Carlisle liegt genau unter der Wettergrenze.
    neben dem Hotel liegt gleich die Kathedrale, sie begann als Klosterkirche im Jahre 1122, hat also fast 900 Jahre auf dem Buckel. Im Chorfenster spiegelt sich der blaue Himmel, das erweckt den Eindruck, es ist nur Fassade.



    Was sonst noch vom Kloster erhalten ist, sind jetzt Wohnungen, ein recht idyllischer Ort, das Ensemble. Im Westen ist auch noch das Tor erhalten, was sogar Nachts noch geschlossen wird. :hossa:

    Unser Ziel ist natürlich Carlisle Castle, was auch sonst. Eine Fußgängerbrücke bringt uns über die Durchgangsstraße, gebaut als Verlängerung der einstigen Stadtmauer. Vor der Burg steht man schon Schlange, dieses Jahr sind die Poppys also hier, wir kennen sie schon aus 2016, da waren sie in Lincoln. Poppies: Weeping Window at Carlisle Castle
    Da obendrein deswegen freier Eintitt ist, strömt man nur so ins Castle. ;(


    Ins rechte Licht werden die Poppies aber erst am Spätnachmittag gesetzt, am besten war es gestern Abend, da war aber zu.


    Frau B hat es geschafft, sie auch ohne Mensch davor aufs Bild zu bekommen.


    Noch nie habe ich so viele Menschen auf einem Wehrgang einer Burg gesehen, man mußte nämlich erst im Uhrzeigersinn um den Keep gehen, um zu dieser Stelle zu kommen.


    Genutzt wurde die Burg vom Militär bis in die 1950er. :hossa:

    Wetter hin, Wetter her, wir fahren noch nach Lanercost Abbey, hier hatte Edward I. mit seinem Tross am Ende seiner Tage sein Hauptquartier in seinem Schottlandfeldzug.




    Lanercost liegt am Hadrianswall und der das eigentliche Ziel unserer Anwesenheit ist, denn hier finden sich die besten Reste davon, noch dazu auf einer Klippe, die Walltown Crags. Gehören die römischen Trümmer zur English Heritage, gehört der Parkplatz aber zum Northumberland NP, und der ist Park& Display. Da wir den Automaten erst sehen, als wir zurück kommen, parken wir gratis. :hossa:



    Wir gehen das noch sichtbare Stück Mauer komplett ab, am Ende hat man dann diesen Blick.

    Zusammen mit dem Ranger kommen wir am Parkplatz an, das nennt sich dann wohl Just in Time. :D Als wir aus Carlisle rausfuhren, kamen wir noch an einem Car Wash vorbei, für £7 glänzt nun das Auto wie eine Speckschwarte. Die Jungs und Mädels aus Osteuropa haben wirklich den Ahornsirup vom Lack bekommen. Auch ein Erlebnis.

    Wir fahren durch die North Pennines AONB nach York, aber wie im Yorkshire NP 2016 sehen wir hier nur Nebel und bekommen den einzigen Regen der Reise ab. : schulterzuck : Die York regnet es nicht und wir checken in unseren B&B ein. Es liegt fast direkt an der Ouse und an der Ouse entlang gehen wir nun nach York und essen beim gleichen Italiener in York Shambles wie 2016. In der Shambles waren einst die Schlachter ansässig. Shambles leitet sich ab von dem angelsächsischen Wort Fleshammels (literally 'flesh-shelves')


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  • Donnerstag 01. Juni 2018 York - Cambridge


    Gestern Nacht hatte ich noch ein interessantes Ziel auf unserer Strecke gen Süden gefunden. Also noch schnell einen GPX Track gebastelt und dafür den Rundgang auf der Stadtmauer in York sausen gelassen.

    Wir fahren daher morgens gleich raus aus York, mein Frühstück hatte man eh vergessen. War ein Mißverständnis, aber dadurch kamen wir mit dem Gastgeber des B&B noch in ein nettes Gespräch, zuvor war er recht Mundfaul, was mir im Grunde gefällt. So war das Gespräch jenseits von Small Talk und dadurch interessanter. :nick:

    Unterwegs bimmelt das TomTom: Burg oder Schloss in 5 km. Das ist ein POI, den ich 2016 gesetzt hatte. Der Burgname sagt uns nichts. Frau B schaut nach im Buch, nein kennen wir auch nicht, hatten wir wohl 2016 nicht mehr geschafft. Dann holen wir das jetzt halt nach.

    Ein Fehler, wie sich noch herausstellen wird. Wir suchen den Parkplatz für die Burg, Conisbrough Castle heist es. Nach einer Ehrenrunde um den Burghügel finden wir ihn schließlich.
    Die Aussicht von Außen reicht eigentlich, Keep mit Rundmauer, schaut klasse aus. Und es kommt schon mal kurz die Sonne heraus, um die Ruine ins rechte Licht zu setzen.


    Was man auf dem Bild nicht so gut sieht, der Keep, also der Wohnturm, schaut aus wie frisch renoviert, im Gegensatz zur Ringmauer. Dem ist nicht so erklärt man uns. Man hat damals einen guten Sandstein mit Magnesium zum Bau gewählt und den Bau sorgfältig ausgeführt, 10 Jahre hat man für den Turm benötigt, der nun noch zu 96% Original ist. Bei der Ringmauer hat man sich weniger Zeit genommen, das macht den Unterschied.

    Mit der gleichen Hingabe wie der Erbauer des Turms, widmet man sich unserer Membership Ausweise. Sie lassen sich nicht scannen. Bislang hatten wir sie immer nur vorgezeigt. : schulterzuck : Weil ich ihn zu spät verlängert hätte, könnte man die Membership nicht verlängern, sondern nur neu beginnen, da hat man in Tynemouth einen Fehler gemacht. Man kassiert die Ausweise ein, stellt Ersatzausweise aus und wir bekommen neue zugeschickt. Ja wenn man damit glücklich ist. : schulterzuck :

    Wir fahren weiter zum eigentlich Ziel: Grimsthorpe Castle.


    Eine der kürzestes Zufahrten zum Haus bislang, nur 1000 Meter von der Straße. :D
    Auch hier kann man auf der Estate Fahrrad fahren, es gibt drei Touren, man kann aber auch wie man möchte, sagt später der Gärtner. Das Haus öffnet um 12 Uhr, der Garten schon eher und dieser hat bis 18 Uhr offen. Besichtigung geht nur als geführte Tour. Die 14 Uhr Tour ist voll, es geht nur noch die 15 Uhr Tour. Da müssen wir uns sputen mit dem Radfahren, da fehlt jetzt die Zeit, die wir bei der anderen Burg gelassen haben. Zudem müssen wir beim Radfahren sauber bleiben, können ja nicht dreckig wie Sau ein Haus besichtigen.
    Und das mit dem sauber bleiben ist eine Herausforderung, da es durch Matsch und Pfützen geht, am Ende müssen wir sogar furten. Aber uns gelingt das Kunststück. : :hossa:

    Wir fahren die große Runde mit 16 Kilometern, Miss Willoughby, Jane Heathcote-Drummond-Willoughby, 28. Baroness Willoughby de Eresby, Enkelin von Nancy Astor, nennt noch 12 km² ihr eigen, zwei Dörfer und insgesamt 350 Häuser und den Thron von England. Nicht nur den jetzigen, auch ältere Throne.


    Auf dem Rückweg kommt endlich die Sonne raus und wir erleben mal einen Ha-Ha in Aktion.


    Preisträger von WeiZen sucht die Super-Coo-Coo, wird:


    der 2. Platz ist darüber nicht erfreut. :rolleyes:


    Durch den Eyeliner wirkt die Sorte recht grimmig.

    Wir kommen noch rechtzeitig zur Führung zurück, Fotos darf man Innen keine machen.





    Pünktlich um 18 Uhr fahren wir vom Hof, es folgen die restlich 100 km nach Cambridge. Gleiches Hotel wie gehabt, man baut inzwischen an. :hossa:




    Trotz der vorgerückten Stunde, wir fahren noch den Radweg am River Cam bis zum Ende, also bis dorthin, wo der Trampelpfad nach Ely beginnt. >>>25. September 2015 The Fen River WayVon Cambridge nach Ely und wieder zurück


    Mit dem heutigen Tag haben wie dann tatsächlich 616 km Fahrradkilometer auf dem Tacho, und wir dachten, wir fahren sie in Schottland nur spazieren, wegen Berge und Regen. :pfeif:
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