Adobe Premiere und CUDA

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Adobe Premiere und CUDA

    ich spiele mit dem Gedanken mir eine CUDA fähige Grafikkarte für AP CS5.5 zuzulegen. In Frage kommt für mich budgetär nur eine Geforce GXT480/570/580. Auf der Digitalschnittmesse habe ich aber gehört, dass diese Versionen nur die Vorschau beschleunigen, aber das Rendern nicht (hingegen die Quadro's sehr wohl beides).

    Meine Frage, die ich mir nun stelle (hätte ich besser bei der Messe stellen können :whistling: ), was wenn ich vorher alles in Vorschau rendere (was ich bislang auch immer mache) und dann beim Rausrendern einstelle, dass ich die Vorschaudateien verwenden möchte??

    Dann müßte ich doch den Geschwindigkeitsvorteil nutzen können, oder??

    Wer hat Erfahrung mit dieser Kombination??

    danke
    Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens !
  • moin Werner,
    die Frage zur Grafikkarte ist schnell beantwortet:
    Suche Dir die leiseste, verbrauchsgünstigste und preiswerteste nVidia aus.
    Bedingung: die Speichermenge darf nicht unter 1G betragen, es muss sich um DDR5 RAM handeln.
    Die Berechnungszeiten der Vorschau zwischen den Karten liegt im Sekundenbereich, kann getrost vernachlässigt werden.
    Die Geldausgabe für Monsterkarten ist hier nicht nötig, das Geld könnte in Deinem Falle deutlich gewinnbringender in den
    Rechner gesteckt werden, zB. ins Mainboard und die CPU.
    Das Thema Quadro ist vielschichtiger.
    was wenn ich vorher alles in Vorschau rendere (was ich bislang auch immer mache) und dann beim Rausrendern einstelle,
    dass ich die Vorschaudateien verwenden möchte??

    Hier lauern Fallen.
    Premiere nutzt je nach Sequenzvorgaben unterschiedliche Formate zum Rendern der Vorschau. Meist ist mpeg i frame only als
    nicht änderbarer codec eingestellt. Aus meiner Sicht ist das aus Qualitätsgründen für die Nutzung in den Export nicht akzeptabel.
    Das Nutzen der erstellten Vorschau macht nur dann Sinn, wenn hier ein qualitativ höchstwertiger codec ins Spiel kommt.
    Diesen kannst Du wählen, wenn Du in einer nutzerdefinierten Sequenz arbeitest, hier kommen dann uncompressed codecs zur Anwendung,
    bei wenig komprimiertem Quellmaterial darf es auch Lagarith sein.
    Die Wahl der uncompressed codecs macht Sinn, da dadurch die hochkomprimierten Quellen dekomprimiert werden, die Vorschau auf dem Monitor deutlich besser wird, das anschließende exportieren in den Ausgabecodec wird sehr viel besser ausfallen.
    Bei Material, welches weder einen hohen Qualitätsanspruch benötigt, noch irgendwie weiter bearbeitet wird, ist die Vorschaucodec Wahl nicht so bedeutsam.
    Wer in avchd filmt, das bearbeitete Ergebnis lediglich am TV betrachtet, also in H264 ausgibt, exportiert ohne Nutzung der Vorschau in den gewünschten codec.
  • danke, Jörg für deine ausführliche Erklärung!
    als günstigste nvidia Karte gibts eine Geforce GT440 (hat sogar 2GB), die aber laut Adobe nicht für CUDA Funktionalität gelistet ist - was nutzt mir die dann bzw. warum kann ich keine onboard Variante wählen, wenn dann sowieso (meiner Ansicht nach) die CPU zum rendern verwendet wird und nicht die Grafikkarte??
    Oder kann man diese Version auch mit den berüchtigten Tricks in eine CUDA fähige verwandeln??
    Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens !
  • Werner schrieb:

    die aber laut Adobe nicht für CUDA Funktionalität gelistet ist -


    Hier herrscht oftmals Verwirrung.Die Listung der Grafikkarten bei Adobe bedeutet lediglich, dass diese Karten umfangreichen Tests unterzogen wurden.
    Mehr nicht. Karten die nicht aufgeführt werden, haben aber keinerlei Einschränkungen, wenn sie denn die Cuda Engine mitbringen.
    Das sollte mittlerweile auf alle aktuellen nVidias zutreffen.
    Bei mir läuft eine steinalte 9800 GT zu meiner vollen Zufriedenheit.

    Werner schrieb:

    Oder kann man diese Version auch mit den berüchtigten Tricks in eine CUDA fähige verwandeln??


    Das ist kein "berüchtigter" Trick, sondern eine ganz blitzschnelle Hilfe, die montierte Karte in die entsprechende Datei vonj Premiere einzutragen.
    Dauert keine 5 Sekunden, ist vollkommen legal, sonst hätte Adobe diese Tür längst zugemacht.
    Zu erwähnen wäre lediglich, dass diese Aktion bei updates zu wiederholen ist.
  • ok, vielen Dank, kenn mich aus :thumbsup:
    für alle Mitleser:
    ich hab noch eine andere Info gefunden, wo die Voraussetzungen für alle "supporteten" Grafikarten gelistet ist (und vieles mehr zu diesem Thema) - man sehe hier
    Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens !