HQ-Codec bei SD

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  • HQ-Codec bei SD

    Liebe Videofreunde,
    wir haben am WE ein bissl "rumgespielt" und u.a. mal den Canopus - HQ-Codec benutzt, um ein SD-Projekt auszugeben.
    Abgesehen von der Tatsache, dass die Datei im Vergleich zur Ausgabe mit dem Canopus DV-Codec etwas größer ist, konnten wir aber keinen Unterschied z.B. in der Bildqualität oder so feststellen. Macht der Einsatz bei SD also überhaupt keinen Sinn oder haben wir den bisher nur nicht kapiert? Das würde uns nun brennend interessieren und wir bitten ganz herzlich um "Aufklärung" :hail: .
    Viele Grüße und eine schöne Woche,
    die RK

  • moin,
    wenn ihr optisch keinen Unterschied seht, dann nehmt mal je einen gleichen Beispielclip und keyed mal drauf...
    Der Hauptvorteil des HQ ist das colorsampling 4:2:0 bei DV, 4:2:2 bei HQ. Da Ihr viel green7bluescreen macht, könnt ihr auch das Ergebnis dort mal vergleichen.
    Bei vielen Eurer clips gibt es immer noch reichlich spill an den Rändern, auch hier wird das colorsampling noch etwas an Quali bewirken können.
    Alles was mit Farbkorrekturen im weiteren Bereich zusammenhängt, erfreut sich des HQ.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jörg ()

  • Moin,
    für eure Arbeit nein.
    Der HQ Codec ist für die Bearbeitung von HDV bzw. AVCHD Dateien gedacht. Die MPRG GOP's von HDV und AVCHD werden in Einzelbilder aufgelöst und als Halbbilder oder wenn progressive als Vollbilder gespeichert. Dadurch wird die Bearbeitung von solchen Videodateien genauso performant, wie man es von SD her kannte.
    Gruß
    Ulrich
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

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  • SFK schrieb:

    mal den Canopus - HQ-Codec benutzt, um ein SD-Projekt auszugeben
    Hmmm - interessante Frage.
    Ich hab mir darüber auch schon mal Gedanken gemacht, jedoch i.Z.m. dem von mir verwendeten Cineform-Codec (Premiere/ProspectHD). Tiefergehende Analysen habe ich jedoch noch nicht unternommen.

    Überlegung:
    Wenn der HQ-Codec beim Exportieren von DV(!!)-Material nach DV (!!) tatsächlich nach 4:2:2 wandelt, würde das die größere Ausgabedatei erklären. Einen sichtbaren Unterschied wird man jedoch nicht erkennen, denn was vorher nicht da war (wegen 4:2:0) wird auch nachher nicht da sein. 4:2:2 würde m.E. höchstens dann zum Tragen kommen, wenn das exportierte Material für Compositings oder Color-Keying weiterverwendet wird. So zumindest mein Verständnis.

    Ob der Export tatsächlich in 4:2:2 erfolgt (bei DV) müßte man mal in einem Analysetool nachsehen - z.B. Media Info. Dort wird unter "Colorimetry" das Colorsampling angegeben. Zumindest das, welches im Dateiheader steht...

    Gruß Wiro
    Never approach a computer thinking this will only take 5 minutes
  • Hallo und herzlichen Dank für die Antworten,
    da sind wir doch schon ein bissl schlauer und mit dem Keying probieren wir sobald wie möglich aus. Da berichten wir dann auch drüber, wobei wir bei unseren letzten Nachrichten den Mega-Spill um die Fabienne eher selbst durch eine falsche Lichteinstellung verbockt haben :birgit: .

    Danke und viele Grüße,
    die RK

  • Moin und Servus,

    Wiro schrieb:

    von DV(!!)-Material nach DV (!!) tatsächlich nach 4:2:2 wandelt,
    helft mir mal weiter:
    Gibt es in den PAL-DV Spezifikationen überhaupt die Möglichkeit, DV-Dateien in 4:2:2 Subsampling zu speichern?
    Wenn man in ein Intermediate Format wandelt (wie das Canopus HQ), dann ist dieses doch höchstens in 4:2:2 angelegt, nicht aber das Endformat, so ich es wieder in DV quetsche.
    Das mag während der Bearbeitung durch den erweiterten Farbraum Vorteile haben, (wenn auch nur begrenzte) aber wenn am Ende wieder DV rauskommt, kann dies, wenn ich nicht gänzlich daneben liege, nur wieder 4:2:0 sein.

    WeiZen schrieb:

    Canopus DV captured schon in 4:2:2
    Das kann ich demzufolge auch nicht ganz nachvollziehen. Es sei denn, Du meinst damit, dass das DV-Material in 4:2:2 gecaptured wird, wenn es direkt in den Canopus HQ-Codec geschickt wird, aber dann wäre es keine DV-Datei im eigentlichen Sinne mehr oder?

    Viele Grüße
    Marcus
    Kalorien sind die kleinen Tierchen, die im Kleiderschrank die Hosen enger machen. .

    Der Propeller eines Flugzeuges ist nichts weiter, als ein überdimensionaler Ventilator, der den Piloten im Fluge kühlt.
    Der Beweis: Hört der Prop auf zu drehen, fängt der Pilot an zu schwitzen
    .
    :pilot:
  • WeiZen schrieb:

    Canopus DV captured schon in 4:2:2
    Auch ich habe da erhebliche Zweifel.
    DV ist ein Standard (eine Norm) und kennt kein 4:2:2-Farbsampling.
    Was die SFKler lt. Eingangsbeitrag gemacht haben ist ja auch kein Capturing in HQ, sondern ein nachträgliches Exportieren als Canopus HQ. Das ist dann kein DV im Sinne der Norm mehr, sondern ein Avi-File mit Canopus-HQ-Codec. Sichtbar "besser" wirds dadurch allerdings nicht.

    Gruß Wiro
    Never approach a computer thinking this will only take 5 minutes
  • Hallo,

    hier mal zur Erklärung des HQ Codecs von s.Kexel:

    Der Canopus HQ Codec ist ein Canopus-eigener Codec, der im Bereich HDV
    & HD genutzt wird. Dieser Codec verarbeitet eine Auflösung von 1440
    x 1080 mit einer DCT Kompression. Die DCT Kompression wird auch bei
    regulären DV-Dateien genutzt. Das bedeutet, dass Dateien im HQ Codec,
    im Grunde genommen, nichts anderes sind wie DV-Dateien mit einer
    Auflösung von 1440 x 1080. Dazu kommt noch, dass die Datenrate frei
    einstellbar ist. Von 30 bis 300 MBit. Standardmäßig wird HDV dann mit
    ca. 75 MBit gecapturet. Die Circa-Angabe ist darin begründet, dass der
    Codec sich je nach Bildinhalt selbst nachjustiert. D.h. ist der
    Bildinhalt nicht so komplex, so fällt die Bitrate etwas geringer aus -
    ist sie etwas komplexer wird die Bitrate etwas höher. Des weiteren ist
    die Signalauflösung dieses Codecs 4:2:2 und nicht wie bei native HDV
    nur 4:2:0.

    Speziell die DCT Kompression ist sehr wichtig und interessant. Diese
    Kompression hat zur Folge, dass Sie Dateien im Canopus HQ Codec
    theoretisch so oft rendern können wie Sie möchten, ohne einen
    sichtbaren Generationsverlust befürchten zu müssen. Theoretisch
    deshalb, da rein rechnerisch nach dem 8-9 mal Rendern schon leichte
    Verluste auftreten können. Diese Tests gab es schon zu DV Zeiten um DV
    Codecs miteinander zu vergleichen. Auch dort hat der Canopus DV Codec
    in der Regel immer den ersten Platz eingenommen.



    Fazit:

    Zum Canopus HQ Codec kann man abschließend eigentlich nur sagen:

    Der Canopus HQ Codec ist im HD-Bereich der würdige Nachfolger des legendären Canopus DV Codecs.

    Für SD bringt das also nix.

    mfg

    Taurin
  • Hallo Jörg, du Seelenverwandter!

    Mit dem letzten Posting hast du ins Schwarze getroffen.

    Was Taurin da schreibt, ist sinnlos reflektiertes Werbeblabla, ja... es ist sogar teils falsch.

    Außerdem ist die DCT = diskrete cosinus transformation schon so oft erklärt worden, auch hier im Forum, daß man das schon erbrechen kann.

    "dass der Codec sich je nach Bildinhalt selbst nachjustiert"

    Das ist schlichtweg falsch! Und die Erklärung, das das falsch ist, folgt dann auch im Text:

    "..
    der Bildinhalt nicht so komplex, so fällt die Bitrate etwas geringer aus - ist sie etwas komplexer wird die Bitrate etwas höher."

    Da justiert nix.

    Na, wenn das mal nix is, so eine Erklärung!

    Und hier wird's ganz krud:

    "
    ...ohne einen sichtbaren Generationsverlust befürchten zu müssen. Theoretisch deshalb..."

    Es erfolgt gar kein Verlust, wenn der Codec mehrmals auf unbearbeitetes Material angewendet wird (codiert - recodiert)!

    usw. usw.

    Nee, Herr Kexel-Sprachrohr, so wird das nix.

    TschÖ

    doot!

  • Geht das schon wieder in die falsche Richtung?

    Liebe Videofreunde,
    noch einmal danke für die vielen verständlichen und für uns völlig ausreichenden Informationen.
    Was die Kinder und ich noch weniger wollten, ist der Beginn von irgendwelchen Beschimpfungen und Unterstellungen sowie "Nachweisen" von Nichtwissen.
    Also -- wir als Fragesteller sind ausreichend informiert und dafür sehr dankbar.
    Im Namen der 11 - 15-jährigen Kinder, die das wissen wollten,
    Hans